Dieses Programm versucht, diese komplexe Frage zu beantworten, ohne eine endgültige Antwort zu geben. Es lädt dazu ein, zu hinterfragen, was wir sehen, und legt den Schwerpunkt auf Forschung und Kreation, wobei Experimente, laufende Prozesse und vorläufige Ergebnisse im Vordergrund stehen. Wie entsteht ein Bild? Was macht ein Bild aus? Das Experimentieren enthüllt Spuren, die Spuren der Welt, und beleuchtet unsere Beziehung zum Lebendigen.
Das Thema der Materialität ermöglicht es, die Strukturen sichtbar zu machen, die das Bild in einer von der technologischen Dematerialisierung beherrschten Gegenwart formen, fragmentieren und erzeugen. Hinter dieser scheinbaren Immaterialität verbergen sich unverzichtbare materielle Elemente: Daten, Mineralien und Energie, die wir nicht ignorieren dürfen. Darüber hinaus entmaterialisiert die digitale Überwachung die menschliche Materie und verwandelt sie in Zahlenfolgen und Verhaltensanalysen. Das Gesicht, einst identitätsstiftend, verwandelt sich und verbirgt sich, um den Kameras zu entgehen. Doch dieselben Daten, Software und Maschinen können auch neue Formen hervorbringen.
Dieses Programm drückt den Wunsch aus, das Bild zu sezieren, es als Materie entstehen zu lassen, seine Raster zu beobachten, es zu verdauen und unsere Welt zu entschlüsseln.