Frères Fouchenneret

Théo Fouchenneret, Klavier
Pierre Fouchenneret, Violine

Hungarian Rock!
J. Brahms: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2
M. Ravel: Sonate in G für Violine und Klavier
B. Bartok: Sonate für Violine und Klavier Nr. 1

Zwischen Blues und Folk: Die populären Wurzeln der klassischen Musik.

Die zweite der drei Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, Op. 100, trägt die für den Komponisten typische frühlingshafte Süße in sich, die an die Zweite Symphonie erinnert. Sanfte Tanzrhythmen und ruhige Wiegenlieder wechseln sich ab, bevor ein noch ruhigeres "i" erklingt, das kaum von den Triolen des Klaviers gestört wird.
Die gleiche schimmernde Atmosphäre herrscht in Ravels Sonate, die diesmal von impressionistischen Rauchschwaden und Düften durchzogen wird. Sie zeichnet sich vor allem durch ihren zweiten Satz aus, einen Blues, der der New Yorker Volksmusik entlehnt ist und die (gegenseitige) Bewunderung des französischen Komponisten für Gerschwin verrät.
Bartóks erste Sonate, die zeitgleich mit Ravels Sonate entstand, ist der virtuosen Jelly d'Aranyi gewidmet, einer Großnichte des großen Geigers und Brahms-Freundes Joseph Joachim. Das Werk ist klassisch in drei Sätze gegliedert, doch die formale Strenge wird in den Variationsepisoden durch die Virtuosität der beiden Interpreten aufgelockert. Es besteht kein Zweifel, dass die Geschwister Fouchenneret zwischen klarer Analyse und Poesie des Augenblicks diesen Werken ihr ursprüngliches Feuer zurückgeben werden.

Die Brüder Fouchenneret, der eine Violinist, der mit 12 Jahren am Conservatoire National Supérieur de Paris studierte, und der andere Pianist, der mit 24 Jahren den renommierten 1. Preis beim Internationalen Wettbewerb in Genf gewann, präsentieren ein Programm, das sich in den avantgardistischen Kontext des frühen 20. Jahrhunderts einfügt, als die Zeit der Wiederentdeckung eines künstlerischen Erbes und der Erneuerung einer musikalischen Sprache reif war. Zwei Individuen, deren Genie und Brüderlichkeit an die Gefährten Béla Bartók und Zoltan Kodaly erinnern, die Anfang des 19. Jahrhunderts gemeinsam Böhmen auf der Suche nach mündlich überlieferter Volksmusik erkundeten.

Die Türen werden um 10 Uhr geöffnet. Frühstück wird vom Verein angeboten

Konzert im Rahmen der Schönen Jahreszeit

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Arles

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