Silière, ein "Jardin Remarquable" im französischen Stil mit einer romantischen Promenade, wurde 1661 angelegt. Er ist ein Zeitgenosse von Versailles und sein Entwurf wird Le Nôtre zugeschrieben. Der Garten und das Herrenhaus sind in die Liste der historischen Denkmäler eingetragen.
Der 3 Hektar große Garten ist vollständig von Trockenmauern umgeben und wirkt auf den ersten Blick wie ein perfektes Beispiel für einen französischen Garten: symmetrischer Grundriss, schlanke Wasserspiele, die von der Quelle Silière gespeist werden, Rosenbeete, die von Buchsbaum, Hainbuchen und Linden gesäumt werden.
Der Garten von Silière wurde in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts angelegt und im Laufe des 18. Jahrhunderts von seinen verschiedenen Besitzern umgestaltet: Wasserleitung mit Becken, Aufstellung von Statuen, Anlage des Orpheus-Rondells.
Das Anwesen wurde 1812 von François Bertrand, dem Vorfahren der heutigen Besitzer, erworben. Im Jahr 1846 fügte sein Schwiegersohn Pierre Jacquinot eine romantische Promenade hinzu. Er leitete einen Teil des Wassers der Quelle um und ließ einen kleinen Bach ausheben. Der Spaziergang schlängelt sich entlang dieses Baches, der zwei Wasserfälle bildet, von denen einer versteinert ist: eine "Tufière". Aus dieser Zeit stammen die prächtigen Bäume, die diesem Waldstück das Label "Ensemble Arboré Remarquable" (Bemerkenswerter Baumbestand) verliehen haben.
Ab 1972 übernahmen Pierre und Christiane Massin den Garten, der während und nach dem letzten Krieg unter mangelnder Pflege gelitten hatte, und verhalfen ihm nach und nach zu seinem alten Glanz.
Der Garten von Silière ist somit ein gutes Beispiel für die Entwicklung der Gartenkunst in Frankreich von 1661 bis heute.
Der Jardin de Silière vereint den Klassizismus des 17. Jahrhunderts und die Romantik des 19. Jahrhunderts zu einem Ort der Schönheit, Harmonie und Glückseligkeit.
Der Garten ist anlässlich der Rendez-vous aux Jardins (1. Wochenende im Juni) und den ganzen Sommer über geöffnet, siehe www.siliere.fr