1994 wurde in Marseille das [mac] Museum für zeitgenössische Kunst eröffnet. Das Gebäude dient der Präsentation der persönlichen Sammlung von Dr. Gustav Rau, einem Kunstliebhaber, der nach Baron Thyssen die größte Privatsammlung der Welt besitzt.
Der Daumen, der auf dem Randstreifen eines Kreisverkehrs steht, ist wie ein "Ausguck" platziert, um die Richtung des Museums anzukündigen.
1965 präsentierte Cäsar zum ersten Mal seinen Daumen, der auf die Größe eines großen Mannes (1,85 m Höhe) vergrößert worden war. Es handelte sich dabei um seinen eigenen Daumenabdruck.
Das Kunstwerk ist sechs Meter hoch und wiegt vier Tonnen. Es wurde 1988 anlässlich der Olympischen Spiele in Seoul (Korea) angefertigt und im Olympiapark ausgestellt.
1993 wurde sie im Rahmen einer Retrospektive von Caesars Werken in der Vieille Charité ausgestellt. Im Jahr 1994 wurde es endgültig gegenüber dem [mac] verwurzelt.
Der Daumen ist sein bekanntestes und am häufigsten reproduziertes Werk. Es gibt etwa 20 Exemplare auf der ganzen Welt. Ein Exemplar befindet sich zum Beispiel in Doha, Katar, aber auch in Paris, auf dem Vorplatz von La Défense. Mit einer Höhe von zwölf Metern und einem Gesamtgewicht von achtzehn Tonnen ist er der größte von allen.
Die Erklärung des Künstlers für die Wahl des Daumens beruht vor allem auf einem ästhetischen Prinzip. Dem Bildhauer zufolge verlieren die anderen Finger der Hand ihre Wirkung, wenn sie auf monumentale Ausmaße vergrößert werden. Der Daumen hingegen zeichnet sich durch seine Einfachheit aus, da er nur aus zwei Fingergliedern besteht und harmonischere Proportionen aufweist. Außerdem verkörpert er Stärke und Kraft, was ihn mit Caesars bevorzugtem Material, der Bronze, in Verbindung bringt.