Ein Duo erforscht den Rückprall und die Explosivität. Sie mit Akrodance, er mit Beatbox, sie suchen nach dem jubilierenden Vergnügen, Blasen und Luftballons platzen zu lassen, den anderen mit Lärm und Krach zu überraschen, das Gefühl kurz vor dem Zerreißen wiederzufinden.
Jubelndes Vergnügen beim Platzen der Plastikblasen des Packpapiers, wenn ein Paket ankommt. Die Sollbruchstelle des Luftballons zu spüren, den man gerade unter den Fingern aufgeblasen hat. Sich vom Geräusch der Explosion überraschen lassen, den anderen überraschen, ohne selbst ein Risiko einzugehen.
In einem schlichten Bühnenbild suchen eine Akrobatin und ein Beatboxer nach diesen Empfindungen. Sie erforschen die Beziehungen zwischen Luft, Körper und Materie im Rhythmus der Musik und den Rückschlägen des Akrodanzes. Sie amüsieren sich über Klangexplosionen aller Art und spielen mit den Reaktionen des anderen. Eine schelmische Aufführung der Kompanie SCoM, die Grenzen und Regelüberschreitungen in Frage stellt und eine Erkundung von Angst, Emotionen und Verboten vorschlägt. In einer kreisförmigen Inszenierung versammelt sich das Publikum um die Zirkusmanege, um gemeinsam ein je ne sais quoi aufzublasen, bis es zum Bruch kommt.
Von der Compagnie SCoM
Regisseurin, Coline Garcia